Konzept

Bild vom Kind

Das Kind ist eine eigenständige und selbstbestimmte Persönlichkeit. Es in seiner Einzigartigkeit zu stärken und zu unterstützen ist Ziel unserer pädagogischen Arbeit. Wir Erzieherinnen respektieren die Individualität und den Rhythmus des Kindes und fördern es gemäß seinen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten. Wir begleiten das Kind auf seinem Lebensweg und zeigen ihm Wege und Möglichkeiten zur Gestaltung. Das Kind ist Teil der Natur und seiner Umwelt, durch die Auseinandersetzung in und mit ihr begreift es sich selbst. Kinder haben ein großes Bedürfnis nach Kommunikation uns Austausch mit anderen Kindern. Im Spiel werden soziale Kontakte aufgebaut, Regeln und Normen erfahren und erste soziale und emotionale Kompetenzen geprägt. Die Zweisprachigkeit (Spanisch/Deutsch) ermöglicht den Kindern eine frühe Erfahrung und Auseinandersetzung mit anderen kulturellen Eigenheiten.

Grundsteine der pädagogischen Arbeit/Struktur

Kinder entdecken die Welt spielerisch. In der Kindertagesstätte haben sie die Möglichkeit, ihre Neugier zu entfalten und so zu selbständigen Persönlichkeiten heranzuwachsen. Durch die Schaffung von Funktionsräumen erhalten die Kinder Anregungen und die Voraussetzung, sich weiter zu entwickeln. Dabei stehen ihnen unterschiedlichste Materialien zur Verfügung, die sie gemäß ihren Neigungen und Interessen altersgerecht nutzen können. So werden auf vielfältige Weise ihre Sinne angeregt. Mit Spaß und Lust können sie experimentieren und so ihren Forschergeist befriedigen. Sie können ihre Fähigkeiten auf bestimmten Gebieten vervollkommen, aber auch neue Erfahrung sammeln. Die Funktionsräume sind: ein Bewegungsraum, ein Atelier, ein Bauraum, ein Rollenspielraum sowie eine Bibliothek. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihr Spiel eigenständig zu planen und durchzuführen. Die Themen der Kinder werden von den Erzieherinnen aufgegriffen und weiterentwickelt. Somit können Kenntnisse vertieft und Prozesse gemeinsam mit den Erwachsenen verstanden und reflektiert werden. In einer offenen Gruppenarbeit werden soziale Kompetenzen erworben, Regeln, Normen und Werte erfahren. Im täglichen Miteinander in einer altersgemischten Gruppe erwerben die Kinder unterschiedliche soziale Fähigkeiten. Gemeinsam mit den Erzieherinnen erlernen sie Toleranz und Respekt, das Lösen von Konflikten und erfahren Widersprüche. Sie lernen die Bedürfnisse der Anderen kennen und darauf Rücksicht zu nehmen. Die Erzieherinnen sind dabei auch Lernende, indem sie sich auf die Wirklichkeit und die Motivation der Kinder einlassen. Das Verhältnis untereinander ist von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Die Kinder erfahren, daß Erzieherinnen nicht alles wissen und können, aber gemeinsam suchen sie nach neuen Lösungen für Probleme und Antworten auf Fragen. Das Lernen der jüngeren Kinder findet vor allem in Alltagssituationen statt. Daher sind wir achtsam bei der Gestaltung der Esssituation, des Schlafens und der Pflegesituation und sorgen dafür, dass die Kinder vielfältige Erfahrungen sammeln und ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und äußern können. Das junge Kind geht bei der Erforschung der Welt vom eigenen Körper aus. Durch unsere Raumgestaltung und das Materialangebot unterstützen wir insbesondere die Wahrnehmungs- und Bewegungsentwicklung als Grundlage aller weiteren Lernschritte.

Eingewöhnung

Der Übergang aus der Familie in die noch unbekannte Kindertagesstätte bedeutet für jedes Kind eine große Herausforderung für seine Fähigkeit, sich an neue Umgebungen anzupassen und Beziehungen zu fremden Personen aufzubauen. Während der ersten Zeit in der Kita ist das Kind mit unbekannten Räumen, fremden Erwachsenen und anderen Kindern konfrontiert. Es muss sich an neue Situationen, einen veränderten Tagesablauf und an die tägliche mehrstündige Trennung von den Eltern gewöhnen. Diese Veränderungen fordern dem Kind Lern- und Anpassungsleistungen ab, die selbst für ältere Kinder mit erheblichem Stress verbunden sein können. Auch sehr kleine Kinder sind durchaus in der Lage, sich an neue Umgebungen und Situationen anzupassen. Ganz besonders sie brauchen bei diesem Prozess die aktive Unterstützung ihrer Eltern. Durch ihre bloße Anwesenheit im Raum schaffen die Eltern ihrem Kind einen „sicheren Hafen“, in den es sich zurückziehen kann, wenn es sich überfordert fühlt. Vor allem aber ist es für das Kind wichtig, eine vertrauensvolle Beziehung zu den Erzieherinnen aufbauen zu können. Eltern sollten sich bewusst sein, dass sie diesen Prozess durch freundlichen Umgang mit den Erzieherinnen beeinflussen können. Wir wissen, dass es für die Eltern ein schwieriger Schritt ist, ihr Kind in andere Hände zu geben. Deshalb ist es wichtig, ein Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Erzieherinnen zu schaffen. Die Eingewöhnung läuft prinzipiell wie folgt ab: 1. Besichtigung der Kindertagesstätte Die Besichtigung findet in der Regel an unserem Info-Nachmittag im März statt. 2. Erstgespräch mit Erzieherinnen, Eltern und dem Kind. Im Erstgespräch wird das Konzept für die Eingewöhnung erläutert und über die familiären Bindungen des Kindes gesprochen. Das Gespräch findet mit der Erzieherin statt, die als Ansprechpartnerin für die jeweiligen Eltern bestimmt wird. 3. Eingewöhnungsphase Die Eingewöhnungsphase kann nach Absprache mit einem gemeinsamen Kennenlernen beginnen. Zum Beispiel können Kinder und Eltern am ersten Tag von 9 bis 10 Uhr in die Kita kommen (Freispiel/Morgenkreis). Am zweiten Tag können sie von 10 bis 11 Uhr kommen (Freispiel/Aktivität), am dritten Tag zum Mittagessen oder Frühstück von 12 bis 13 Uhr bzw. Von 8 bis 9 Uhr. Am vierten Tag beginnt dann die eigentliche Eingewöhnung. Diese findet bei uns von 9 bis 10 Uhr statt. Je nachdem wie lange das Kind die enge Bindung zu den Eltern noch braucht, kann die erste Trennung für eine halbe Stunde (Morgenkreis) spätestens ab dem 7. Tag der Eingewöhnung stattfinden. Danach wird die Dauer der Trennung langsam verlängert, immer nach Absprache und orientiert an den Bedürfnissen des Kindes und seiner Eltern. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass die Eltern sich vom Kind verabschieden, wenn sie gehen. Das bedeutet für das Kind eine klare Situation: meine Eltern gehen und ich bleibe in der Kita. Das Kind hat das Recht, frei seine Gefühle dazu auszudrücken, indem es z.B. weint. Für die Sicherheit und das Wohlbefinden des Kindes ist es notwendig, dass die zeitlichen Absprachen eingehalten werden. Aus pädagogischer Sicht bedeutet das Abholen eine Übergabe des Kindes mit einem kurzen Gespräch und dem anschließenden Nachhausegehen.

Mahlzeiten

Den Kindern wird in der Kita durchgängig Vollwertkost angeboten. Es gibt drei Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen und Vesper. Frühstück und Vesper werden von den Erzieherinnen vorbereitet. Das Mittagessen wird von einem Cateringservice geliefert. Essen wird nicht nur als Ernährung verstanden, sondern ist auch ein zentraler Punkt im Tagesablauf. Das gemeinsame Essen ist eine Quelle der Freude und Lebenslust. Es bietet die Möglichkeit, in kleinen Gruppen Tischgespräche zu führen. Durch abwechselungsreiche Kost werden die Kinder ermuntert, neue Geschmacks-richtungen zu entdecken und eine Esskultur zu entwickeln. Gemeinsamer Beginn und Ende der Mahlzeiten werden ritualisiert. Durch das Mithelfen beim Decken und Abräumen der Tische und des Servierwagens wird die Selbständigkeit der Kinder gefördert.

Mittagsruhe/Schlafen

Von 12.30 – 14.30 gibt es eine Mittagsruhe. In dieser Zeit erholen sich die Kinder vom erlebnisreichen Vormittag. Um auf die unterschiedlichen Rhythmen und Bedürfnisse der Kinder einzugehen, haben alle Kinder die Möglichkeit zu schlafen. Der Rollenspielraum und der Bewegungsraum werden zu Schlafräumen umfunktioniert. Kinder ab 4, die kein Schlafbedürfnis haben, nehmen am einem Stuhlkreis und den Aktivitäten teil.

Sprache

„Pipilota“ ist eine bilinguale Kindertagesstätte, in der spanisch und deutsch gesprochen wird. 3 spanische und 3 deutsche Muttersprachlerinnen vermitteln den Kinder im alltäglichen Handeln in unaufgesetzter und natürlicher Weise beide Sprachen. Die Kinder erleben die Sprache als Kommunikation, über die sie Beziehungen aufbauen und ihr soziales Miteinander erweitern und die Welt entdecken. Die Lust auf Sprache wird durch Spiele, Musik, Literatur, Bewegung und vielfältigste Reize gefördert. Der Morgenkreis, das Mittagessen, das Anziehen, pflegerische Tätigkeiten, das Schlafengehen und der Stuhlkreis finden immer in der jeweiligen personengebundenen Muttersprache statt. In immer wiederkehrenden Abläufen spricht jede Erzieherin ihre Muttersprache. So kann durch ständige Wiederholungen und korrektives Feedback der Wortschatz der Kinder gefestigt und erweitert werden. Bei individuellen Aktivitäten können die Erzieherinnen zwischen den Sprachen wechseln, wenn es ums Verständnis geht und nicht der Wortschatzaufbau im Vordergrund steht. Selbstverständlich sind die spanische und deutsche Sprache in der Kindertagesstätte gleichwertig, Kommunikation findet grundsätzlich in beiden Sprachen statt.

Individuelle Beachtung der Bedürfnisse der Kinder, die im Folgejahr eingeschult werden

Bildung und Erziehung beginnt mit der Geburt. Kinder jeder Altersstufe haben spezifische Bedürfnisse. Unsere Aufgabe ist es, diese zu erkennen und darauf ein zu gehen. In diesem Sinn ist die gesamte Arbeit in der Kita „Vorschularbeit“. Um die Arbeit mit den Kindern, die im Folgejahr eingeschult werden, zu charakterisieren, nennen wir sie „Werkstattarbeit“ und diese Kinder „Werkstattkinder“. Die Werkstattarbeit findet in einer altershomogenen Gruppe statt, mit dem Ziel, bereits erworbene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse anzuwenden und zu erweitern. Unsere Ziele sind: – Entwicklung von demokratischem Verständnis in der Gruppe Fördern. – Auseinandersetzung mit der Umwelt erweitern. – Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein stärken. - Selbstmotivation für sich und in der Gruppe finden. – Meinungen, Gefühle ausdrücken. – Entscheidungen treffen können und Konsequenzen verstehen und respektieren lernen. Sinn von Regeln verstehen lernen. – Kritik äußern und annehmen können, diskutieren. – Reflektieren des eigenen Handelns und der gemeinsamen Aktivitäten, um weitere Vorhaben planen zu können. – Verfestigen und Erweitern des Wortschatzes und Satzbaus in spanischer und deutscher Sprache. – Verbessern der Feinmotorik. – Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Methode In unserer Kindertagesstätte arbeiten wir nach unterschiedlichen Methoden. Eine ist das „Interessenzentrum“, das heißt, wir haben große Themen in der Kindertagesstätte wie z.B. Jahreszeiten, Körper, Stadt, usw. und arbeiten rund um diese Themen in unterschiedlichen Angeboten mit verschiedenen Techniken und Aktivitäten. Innerhalb dieser Interessenzentren gibt es Aktivitäten, die speziell an die Werkstattkinder gerichtet sind. Diese finden mindestens einmal pro Woche statt. Außerdem arbeiten wir mit den Werkstattkindern in pädagogischen Projekten. Das bedeutet, aus einer Situationsanalyse heraus beschließen Kinder und Erzieherinnen gemeinsam ein Thema, was vertieft werden soll. Zusammen werden Strategien entwickelt, um dieses Thema zu erarbeiten. Die Werkstattgruppe dokumentiert ihre Arbeit. Kinder und Erzieherinnen reflektieren regelmäßig den Prozess. Parallel läuft täglich mit diesen Kindern in der Zeit von 13.30 bis 14.00 Uhr ein Angebot, was speziell der Förderung der Feinmotorik und Konzentration dient. Werte, die wir vermitteln: – Wertschätzung der eigenen Arbeit und der Arbeit anderer, Respekt und Achtung gegenüber den Menschen und der Umwelt – Spaß und Lebensfreude – Lust am Arbeiten – Überwindungskraft – Einsicht in Notwendigkeiten – Neugierde – Phantasie – Kooperation und Kommunikation – Hilfsbereitschaft Dabei ist wichtig: Prozess und Resultat sind gleichwertig. Inhalte: Die Werkstattinhalte umfassen dieselben Bereiche wie die der gesamten Gruppe. Unterschiede bestehen im Wesentlichen darin, dass es eine intensivierte und individualisierte Arbeit ist. Dies ist möglich, da die Werkstattgruppe aus wenigen Kindern besteht, welche durch eine Erzieherin kontinuierlich und zielgerichtet begleitet wird. Die Bildungsbereiche sind (Berliner Bildungsprogramm): – Körper, Bewegung, Gesundheit – Soziales und kulturelles Leben – Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien – Bildnerisches Gestalten – Musik – Mathematische Grunderfahrungen – Naturwissenschaftliche und Technische Grunderfahrungen

Sexualpädagogik

Definition: Sexualität ist eine allgemeine Lebensenergie, die in allen Phasen des menschlichen Lebens körperlich, geistig, seelisch und sozial wirksam ist. Sie ist ein menschliches Grundbefürfnis in jedem Alter und hat vielfältige Ausdrucksformen. In der Kindlichen Sexualität gibt es keine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität. Kinder lieben in diesem Sinne ganzheitlich. Ihre Sexualität ist keinesfalls mit der der Erwachsenen gleichzusetzen, sondern in einem viel umfassenderen Sinn zu verstehen. Kinder leben ihre Sexualität egozentrisch, d.h. auf sich selbst bezogen. Sie kennzeichnet sich durch Unbefangenheit, Spontaneität, Entdeckungslust und Neugierde. Ziel: Begleitung der Kinder in ihrer sexuellen Entwicklung. Die Erzieherinnen schaffen den Rahmen für eine gesunde Entwicklung der kindlichen Sexualität, da diese für den Prozess der ganzheitlichen Identitätsentwicklung der Kinder notwendig ist. Umsetzung: Wir erreichen das, indem wir: – die körperliche Wahrnehmungsfähigkeit unter Einbeziehung aller Sinne und die Entwicklung eines positiven Körpergefühls fördern – Kinder darin unterstützen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken – den sexuellen Ausdrucksformen von Kindern Raum geben – Kinder ermuntern, ihren eigenen Wahrnehmungen zu trauen und das NEIN zu ungewollten Körperkontakten und Situationen unterstützen – Kindern ihre eigene Körperlichkeit und Intimität zugestehen und ihnen einen respektvollen Umgang mit dem Körper und den Empfindungen anderer aufzeigen – mit Kindern über Sexualität sprechen, d.h. Kinder befähigen, sprachfähiger zu werden, Fragen zu stellen oder Ängste zu äußern – Kinder ermutigen, Grenzüberschreitungen, Verletzungen und Gewalt zurückzuweisen, den geschlechtsspezifischen Blick mit einbeziehen, den Umgang zwischen Mädchen und Jungen wahrnehmen und auf problematische Verhaltensweisen wie Auslachen oder unfaire Attacken hinweisen - Kinder über Geschlechtsunterschiede und die geschlechtlichen Körperfunktionen, über Zeugung, Schwangerschaft und Geburt nach Bedarf informieren „ Sexualpädagogik findet statt, auch wenn sie gar nicht geplant und beabsichtigt wird“ Die Erzieherinnen werden ihr Wissen zu diesem Thema kontinuierlich vertiefen und sich dabei von Fachpersonal/ Organisationen unterstützen lassen. Für die Erzieherinnen ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem Thema „ Kindliche Sexualität“ ein wichtiges Kriterium qualitativ hochwertiger pädagogischer Arbeit.

Kinderyoga

Einmal in der Woche praktizieren wir in der Mittagszeit mit den vier- und fünfjährigen Kindern Yoga. In zwei kleinen Gruppen üben wir im Bewegungsraum jeweils ca. eine halbe Stunde. Dafür wird vorher ein entsprechendes Ambiente geschaffen, Yogamatten kreisförmig hingelegt, abgedunkelter Raum, Musik und “ Entspannungsringe“, das sind Holzringe, die sich die Kinder auf den Bauch legen um ihre “Atmung in den Bauch“ zu spüren. Die Yogastunde ist folgendermaßen aufgeteilt: Körperentspannung ( Ankommen / zur Ruhe kommen) Die Kinder legen sich auf eine Matte, legen den “Entspannungsring“ auf ihren Bauch und kommen zur Ruhe. Musik oder eine Geschichte helfen ihnen dabei. Durch das Spüren des Körpers in der Ruhe, das Wahrnehmen des Atems und das Loslassen von Körperspannung, werden die Kinder in ihrer Selbstwahrnehmung und Entspannungsfähigkeit gefördert und lernen sich von ablenkenden äußeren Einflüssen zu lösen. Spielerische Yogaübungen Die Yogaübungen werden in Geschichten, Sprechversen und Spielen eingebunden. Sie sind spielerisch aufgebaut und werden nach Tieren oder der Natur benannt, Hunde, Katzen, Löwen, Bäume, Sonne usw. Die Kinder versetzen sich in die Rolle der Tiere, Pflanzen oder Himmelskörper und merken sich auf diese Weise die entsprechenden Positionen. Das Üben geschieht ohne jeglichen Leistungsdruck. Die Kinder machen die Übungen so, wie sie es können, durch das Wiederholen werden sie langsam sicherer, die Übungen vertieft und korrekter ausgeführt. Die Ziele der Yogaübungen sind die Kräftigung des Körpers und die Stärkung der Muskulatur, die Förderung der Konzentration und des Gleichgewichtes sowie die Schulung der Koordination und Körperwahrnehmung. Massage Die Kinder suchen sich einen Partner und massieren sich gegenseitig. Massagen schulen die Körperwahrnehmung und fördern das Miteinander. Die Kinder lernen, dass Massagen angenehm und entspannend sind. Wichtige Regeln müssen allerdings eingehalten werden: die Wirbelsäule wird nur gestreichelt und wenn etwas unangenehm ist, muss das Kind sich äußern. Der Partner stellt sich darauf ein und ändert die Massage so, dass es dem Kind gut tut. Hierbei lernen die Kinder ihren Körper neu Wahrzunehmen und zu spüren, auf ihre Empfindungen zu hören und diese mitzuteilen. Ebenso lernen sie den Körper des Anderen zu achten und ihm etwas Gutes zu tun. Unser Leitsatz beim Kinderyoga ist: Es geht nicht darum, der Beste oder der Schnellste zu sein, es geht darum, “sich selbst” zu sein.

Waldpädagogik

In unserer Kita ist der wöchentliche Waldtag fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts, der Planung und der Organisation des Betriebes. Alle Kinder ab 3 Jahren werden nach Absprache mit ihren Eltern und dem Erzieherinnen-Team Waldkinder, das heißt, sie nehmen am wöchentlichen Waldtag teil. Ausnahmen müssen aus organisatorischen Gründen zwei Tage im Voraus abgesprochen werden. Für den Wald haben die Kinder einen Waldrucksack mit Essen und Trinken für den ganzen Tag dabei. Sie lernen, ihr Essen selbst zu tragen, einzuteilen oder auch mit anderen Kindern zu teilen, wenn sie wollen. Der Waldtag findet bei jedem Wetter statt. Deshalb sind die richtige Kleidung und das Schuhwerk wichtig. Die Kinder können Erfahrungen sammeln, wie man sich im Winter warm halten kann, welche Kleidung vor Regen schützt oder vor Sonne und Hitze. Dabei erfahren die Kinder ihre eigenen Grenzen. Der Wald ist der vom Menschen am wenigsten veränderte Lebensraum in unserer Umgebung. Er bietet vielfältige Möglichkeiten zur unmittelbaren Naturerfahrung und dem Lernen mit allen Sinnen. Durch verschiedene Spiele werden die Sinne geschult und die Wahrnehmung der Kinder gefördert. Dabei steht die Wissensvermittlung zwar nicht im Vordergrund, die Kinder haben aber vielfältige Möglichkeiten, um durch eigene Beobachtung, aber auch durch Fragen ihr Wissen zu erweitern. Wichtiger aus unserer Sicht ist, daß die Kinder den Wald als einen schönen Ort kennen lernen, der sich als Spielort eignet, in dem man aber auch kognitiv lernen oder sich erholen kann. Da wir immer in denselben Wald fahren, fühlen die Kinder sich in ihm bald sicher -zu Hause-, er wird zu “ihrem” Wald, sie sind emotional an ihn gebunden und an seiner Veränderung im Lauf der Jahreszeiten interessiert und beteiligt. Auf dem Weg in den Wald und an Ort und Stelle selbst gelten unsere Waldregeln, die wir gemeinsam mit den Kindern erarbeiten und besprechen. Dabei ist es uns wichtig, besonderes Augenmerk auf den Respekt der Kinder für die Lebewesen des Waldes, Tiere und Pflanzen, und somit für das Leben an sich zu legen. In besonderem Maße wird im Wald die Motorik der Kinder gefördert. Das Laufen auf dem unebenen Waldboden, das Streifen durchs Unterholz oder das Sich-Verstecken hinter einer Bodenwelle fördern den Gleichgewichtssinn und die Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder für ihre Umgebung. 2011 Pipilota Konzept Druckversion

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